Wie hat NatroAlex sein Geld verdient?
Die belegte Antwort ist eng: Verkauft wurde ein Name, den er nicht aufgebaut hat, und der einzige von diesem Namen getragene Launch nahm Geld von Privatanlegern ein und brach ein.
Wenn der Vater zahlt, kann man zugleich Boxer und Autosammler sein.
Die $NATRO-Website verbarg nicht, woher die Glaubwürdigkeit kam. Der Gründerabschnitt begann mit dieser Zeile — vollständig archiviert, bevor die Seite offline genommen wurde:
“Most coin founders are anonymous. Alex isn’t. His name is on the project, his face is on TikTok and Instagram, and his family is well-known globally.”
Genau gelesen, benennt der Pitch hier sein eigenes Asset: kein Unternehmen, kein Produkt, keine Bilanz — “his family is well-known globally.” Den Käufern angeboten wurde der Name.
“Boxer / Car Collector / Watch Collector”
Die an diesen Namen geknüpfte Persona war ein Lebensstil, kein Geschäft. Derselbe Abschnitt beschrieb Alex Natroshvili als “Boxer / Car Collector / Watch Collector.” Die Akte fand kein eigenständiges Unternehmen, kein Produkt und kein geprüftes Vorhaben, das als Grund zum Investieren präsentiert worden wäre. Der genannte Grund war, wessen Sohn er ist — David Natroshvili, Gründer und CEO von Spribe, dem Studio hinter dem globalen Glücksspielprodukt Aviator. Das Vertrauen war geliehen, und die Sicherheit war der Familienname.
Der einzige dokumentierte Anlass, bei dem Geld in Richtung des Projekts floss, ist der $NATRO-Presale und -Launch. Der Presale wurde in der Ich-Form beworben, von verifizierten Familienkonten — “If you want to get involved in the crypto project presale with me & @natroalex — DM @natroalex1 on telegram. Minimum investment size for presale is 1.5k.” — und lenkte Käufer zu einem Mindestbetrag von 1.500 $ und zum Telegram von Alex Natroshvili.
Der Token startete am 21. Mai 2026 und brach binnen zweiundsiebzig Stunden um ~98 % ein. Rückerstattungsanfragen betroffener Halter wurden abgelehnt — “Nothing to say” vom Team-Admin, “stfu” aus Alex’ eigenem verifiziertem Telegram. Im selben Zeitfenster wurde die Website offline genommen, der NATRO-Link aus der Instagram-Bio des Gründers entfernt und das bezahlte Werbevideo gelöscht.
Die Aufforderung kam nicht von einem anonymen Team. In den Stunden vor dem Launch bewarb David Natroshvili — Gründer und CEO von Spribe — den Presale in der Ich-Form und teilte das Launch-Material von seinem eigenen verifizierten Instagram (@davidnatro1) erneut. Die Stories, im Aktenbestand gesichert:
Der vollständige Ablehnungs-Austausch. Das Angebot des betroffenen Halters hängt an einem Punkt — “I entered because of your father, David Natroshvili, and the reputation of Spribe and Aviator … Without that name, I would never have touched NATRO.” Die Antwort, vollständig: “stfu.”
Auf seine eigenen Verluste angesprochen, nannte Alex eine Zahl, die sich innerhalb eines einzigen Nachrichtenverlaufs verschob — “I lost 38k,” dann “I swear to god i lost 30k plus.” Die Tokenomics des Projekts hatte angegeben, die Gründer-Allokation sei “publicly committed to never moving.” Der Buchverlust einer nicht bewegten Allokation ist nicht dasselbe wie Bargeld, das ein Privatkäufer überwiesen hat. Hier festgehalten als seine Behauptung, nicht als Tatsache.
Die eigene FAQ des Projekts — vor der Löschung vollständig archiviert — beantwortete die Rug-Pull-Frage in einem Satz:
“The reputation hit lasts forever; the cash from a rug doesn’t.”
Also, wie hat NatroAlex sein Geld verdient? Die Akte beantwortet nur, was sie belegen kann: Verkauft wurde ein Name, den er sich nicht verdient hat, und der einzige von diesem Namen getragene Launch nahm Geld von Privatanlegern ein und brach dann ein. Was, wenn überhaupt, behalten wurde, ist eine Frage für die On-Chain-Forensik — noch im Gange. Die Leser ziehen ihre eigenen Schlüsse.
Alex Natroshvili und Spribe sind eingeladen zu antworten; eine formelle Mitteilung wurde am 25. Mai 2026 an die veröffentlichten Rechts- und Unternehmensadressen von Spribe gesendet. Dokumentierte sachliche Korrekturen werden neben dem Bericht veröffentlicht. Die vollständigen Quellen finden sich auf seinem Profil und der Presseseite.